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Landesregierung sieht Erfolge bei Antibiotika-Eindämmung

Erschienen am 20.09.2017
Weniger multiresistente Keime in Krankenhäusern, weniger Antibiotika in der Massentierhaltung: Die niedersächsische Landesregierung sieht Erfolge ihrer Antibiotikastrategie. «Es ist uns gelungen, die Ausbreitung multiresistenter Erreger zu begrenzen und wirksame Maßnahmen zu deren Eindämmung zu ergreifen», sagte Gesundheitsministerin Cornelia Rundt (SPD) am Dienstag nach der Verabschiedung des Abschlussberichts zu dem Thema im Kabinett. Experten aus dem Gesundheits-, Agrar-, Wissenschafts- und Umweltministerium waren daran beteiligt.

Europaweit sterben jährlich rund 25 000 Menschen an multiresistenten Keimen, gegen die herkömmliche Antibiotika nicht mehr wirken. Noch 2010 wurde in einem Viertel aller in niedersächsischen Kliniken nachgewiesenen Erreger der für chronisch Kranke gefährliche Erreger MRSA festgestellt. Sein Anteil ging auf 15,6 Prozent im vergangenen Jahr zurück. In der Nutztierhaltung steht der Einsatz des Medikaments in der Kritik, weil dadurch resistente Keime entstehen können. Es wird befürchtet, dass diese sich auf den Menschen übertragen.

Jedoch ging die Antibiotikaanwendung bei Mastkälbern um 50 Prozent, bei Mastferkeln um 56 Prozent, bei Mastschweinen um 59 Prozent und bei Mastputen um 50 Prozent zurück. Dies sei ein großer Erfolg, sagte Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne). Größere Anstrengungen seien aber noch bei den Masthühnern notwendig, bei ihnen lag der Rückgang nur bei 28 Prozent. Der niedersächsische CDU-Chef Bernd Althusmann sagte, die Fortschritte seien nicht Meyers Leistung, sondern die Verdienste seines CDU-Amtsvorgängers sowie des Bundeslandwirtschaftsministers.
Hannover (dpa/lni)